Geschichte – Wohnen
Unsere Familie lebt auf der Halbinsel Osa, im Südwesten von Costa
Rica. Von der Hauptstadt San Josée führt die Panamericana
südwärts über den 3491 m hohen „Cierro de la Muerte“ zum
Verkehrsknotenpunkt San Isidro – El General. Von dort gehts weiter
südwärts Richtung Puerto Jimenez bis zum Dorf „La Palma“.
Wir wohnen oberhalb, im tropischen Regenwald auf ca. 750 m ü.Meer.
Die Guaymies wohnten ursprünglich in Holzhütten, die mit einem
Palmblätterdach gedeckt waren. Sie konstruierten keinen Boden, sondern
lebten direkt auf der Erde. Zwar gruben sie rund ums Haus kleine Gräben,
aber bei starken Regenfällen wurde der Boden trotzdem zum Teil nass.
Geschlafen wurde in der oberen Etage des Hauses.
Vor ein paar Jahren erhielten sie eine Unterstützung, um Häuser
zu bauen. Nun besitzt fast jede Familie ein Holzhaus, das auf kurzen
Pfählen steht, damit weder der Regen, noch Tiere ins Haus eindringen.
Das Dach besteht aus Blech, was einfach montiert werden kann und eine
längere Lebensdauer hat, als das Palmblätterdach.
Trotzdem besitzt jede Familie noch ein Palmblätterdachhaus, das
meistens als Küche und Aufenthaltsraum benutzt wird, da es unter
dem Blechdach während den Mittagsstunden recht warm werden kann.
Auch was die sanitären Anlagen angeht, bekamen sie Hilfe von Aussen.
Fast jede Familie besitzt nun eine richtige Toilette mit Spülung.
Die Latrine hat ausgedient. |
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